„Endlich was gegen den Durchzugsverkehr – aber warum jetzt Fahrbahnschwellen?“

geschwindigkeitsrampe

Liebe Perwanger:innen,

wir hören es immer wieder – und ihr sicher auch: „Jetzt kommen auch noch Fahrbahnschwellen!“ Aber was steckt wirklich dahinter? Und warum ist das nötig? Lasst uns gemeinsam einen Blick auf die Situation in Unterröd und Oberröd werfen – denn hier geht es um eure Sicherheit und eure Lebensqualität.


Warum ist der Güterweg so stark befahren?

Stellt euch vor: 800 Fahrzeugbewegungen pro Tag – das sind mehr als 800 Fahrten von Autos, LKWs oder Traktoren, die über unseren schmalen Güterweg fahren. Und das nicht irgendwo, sondern direkt vor euren Häusern, wo die Straße oft nur knappe 3,9 Meter breit ist. Kein Gehweg, keine Radwege, nur enge Passagen, in denen sich Fußgänger:innen, Radfahrer:innen und Autos gefährlich nah kommen.

In der Hauptzeit zwischen 6 und 19 Uhr fährt alle 60 Sekunden ein Fahrzeug durch – das ist kein Scherz, das ist Alltag. Und dieser Verkehr wird immer mehr. Warum? Weil viele Fahrer:innen den Güterweg als „Abkürzung“ nutzen, um den Weg über Berndorf (1,7 km und theoretisch 1 Minute längere Fahrzeit) zu vermeiden. Doch für uns bedeutet das: Lärm, Gefahr und ein Gefühl, dass hier langsam eine Hauptverkehrsroute entsteht.

Täglich aktuelle Zahlen der Verkehrszählung in Unterröd sind hier einsehbar:
https://telraam.net/#14/48.0158/13.0850


Was haben wir schon versucht?

Schon 2022 haben wir als Fraktion PULS Alarm geschlagen. Gemeinsam mit Verkehrsplaner:innen haben wir Lösungen entwickelt, um den Durchzugsverkehr dorthin zu lenken, wo er hingehört – auf die Landesstraßen. Denn: Der Güterweg ist keine Hauptverkehrsstraße, sondern ein Weg, der für den lokalen Verkehr gedacht ist.

Doch trotz aller Gutachten und Vorschläge – die Antwort aus Bezirk und Land war immer dieselbe: „Nicht umsetzbar.“ Bauliche Maßnahmen? Abgelehnt. Verkehrslenkende Maßnahmen? Abgelehnt. Es schien, als würde niemand handeln wollen.


Warum jetzt Fahrbahnschwellen?

Weil wir keine Zeit mehr haben, zu warten. Wenn niemand den Durchzugsverkehr stoppt, dann müssen wir ihn so unattraktiv wie möglich machen. Und genau das sollen die Fahrbahnschwellen erreichen:

✅ Durchfahrt wird unangenehm – Wer nicht hier wohnt oder arbeiten muss, wird sich zweimal überlegen, ob er hier durchfährt.
✅ Geschwindigkeit runter – Langsamer Verkehr bedeutet weniger Lärm und mehr Sicherheit für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen.
✅ Schwächere Verkehrsteilnehmer:innen geschützt – Endlich ein kleines Stück mehr Platz und ein Gefühl von Sicherheit, wenn ihr mit dem Rad unterwegs seid oder eure Kinder zur Schule bringt.


Was bedeutet das für euch?

Ja, die Schwellen sind keine perfekte Lösung – aber sie sind ein erster Schritt. Sie zeigen: Wir lassen uns nicht länger ignorieren. Und sie geben uns Zeit, um langfristige Lösungen zu finden – etwa durch eine Umwidmung der Straße oder klare Verkehrslenkungen, die den Durchzugsverkehr endlich dorthin schicken, wo er hingehört.


Was könnt ihr tun?

  1. Meldet Gefahren – Wenn ihr denkt, dass eine Schwelle an einer Stelle besonders nötig ist oder eine Situation unsicher wirkt, sagt Bescheid! Wir nehmen eure Hinweise ernst.
  2. Sprecht euch aus – Wenn ihr Bedenken habt oder Ideen, kommt auf uns zu. Wir sind eure Stimme im Gemeinderat – und wir wollen, dass ihr euch gehört fühlt.

Unser Ziel bleibt: Ein lebenswertes Perwang

Wir wollen, dass ihr sicher durch eure Ortsteile gehen, Rad fahren oder mit den Kindern spielen könnt – ohne Angst vor rasenden Autos. Die Fahrbahnschwellen sind ein Notbehelf, aber kein Endzustand. Wir arbeiten weiter daran, dass der Güterweg wieder das wird, was er sein soll: Ein Weg für uns – und nicht für den Durchzugsverkehr.


Habt ihr Fragen, Anregungen oder wollt ihr mehr wissen? Schreibt uns eine PN über Facebook, oder meldet euch unter hallo@puls.co.at. Wir sind für euch da – weil ihr Perwang seid.

Euer PULS-Team


P.S.: Kennt ihr eine besonders gefährliche Stelle in Perwang?
Schickt uns ein Foto oder eine Nachricht – wir schauen, was wir tun können!